Das Land von Jatun Sacha ist von mehreren Flüssen und Bächen durchzogen. Nach einem 10 mitütigen Fußmarsch durch den Dschungel ist ein kleiner Wasserfall mit Naturpool zu erreichen. Nach harter Arbeit am Dienstag machten wir uns zur Abkühlung auf den Weg dorthin. Eine Fotografin aus Leipzig schoss später Bild Nummer 1. Eine wunderschöne, fast surreal wirkende Aufnahme.
Letztes Wochenende konnte ich im Hafen Samen meiner ausgewählten Bäume finden. Anfang der Woche brach ich die Dormanz der Leucanea mit einem 2 min Bad in 70°C heißem Wasser. Danach säte ich sie in Plastikbecher und brachte sie in die Baumschule. Auf Bild 2 bereite ich gerade das Gießen vor. Auf den Galapagosinseln nicht ganz so einfach und professionell, wie in der Heimat. Neben mir steht die Holländerin. Normalerweise wäre sie schon vor einer Woche gen Heimat geflogen. Da es ihr aber super gefällt, setzte sie alles Nötige in Bewegung, um weitere 4 Wochen bleiben zu können. Ich hoffe, die Samen keimen. Die Wahrscheinlichkeit ist durchaus hoch. Sogar die "Stöcke" des Hibiskus, die wir in die Erde steckten, treiben wieder kräftig aus. Auf der von mir bearbeiteten Seite sogar viel besser als auf der der anderen. Wahrscheinlich haben mir meine Eltern doch den grünen Daumen veerbt. An dieser Stelle liebe Grüße und vielen Dank an die beiden! :-)
Nach der Mittagspause am Donnerstag bekamen wir frei und zwei der Angestellten boten an, uns zu einem großen Wasserfall zu führen. Mit ca. 10 Leuten ging es erst durch dichte Vegetation (der Weg musste mit der Machete passierbar gemacht werden) und dann flussaufwärts (Bild 3). Wir benutzten mal kleine Pfade parallel zum Fluss, dann war es wieder nötig über Felsen zu springen, den Fluss zu überqueren, um auf der anderen Seite weiter zu laufen. Das ganze wieder zur anderen Seite, wenn der Weg dort versperrt war. Nach ungefähr 45 min erreichten wir unser Ziel. Ein kleiner, wie ich finde unspektakulärer Wasserfall. Aber das kühle Nass war nach der Wanderung eine willkommene Erfrischung.
Auf Bild 4 bin ich hinten mittig zu finden. Davor 1 Engländerin, 2 Australierinnnen, 2 Candadierinnen und eine Brasilianerin. Eigentlich ein schöner Ort, wären da nicht wieder die fiesen Mini-Mosquitos und die Feuerameisen in Scharen zu finden. An welchem Körperteil ich nach dem Schwimmen ein Exemplar letzterer Spezies hatte, schreibe ich nicht aus. Ich sage nur, ich konnte im Gegensatz zu anderen nicht drüber lachen...
Am Freitag fuhren alle Volunteers von Jatun Sacha auf den Vulkan El Junco, um dem Nationalpark bei der Wiederaufforstung von endemischer Miconia robinsonia zu helfen. Mit einer Art Pickup - Viehtransporter wurden wir auf der Ladefläche zum Aufstieg des Vulkans kutschiert. Nach einem kurzen Fußmarsch von 20 Minuten (Bild 5) erreichten wir die Spitze. Der Vulkan ist nicht mehr aktiv und im Krater entstand ein Süßwassersee (Bild 6).
Diesen nutzen nun die Fregattvögel um sich vom Salzwasser zu reinigen. Auf dem breiten Rand des Kraters herrschte eine wunderschöne Aussicht über die verschiedenen Klimazonen der Insel. Vom feuchen Hochland,in der fast aussschließlich Maconia wächst (allerdings auch Mora), über tropische Wälder bis hin zur trockenen Küste umgeben vom Meer (Bild 7).
Unsere Aufgabe bestand ausschließlich darin, Mora zu machetetieren und auf der befreiten Fläche Löcher zu graben, um die Pflanzung vorzubereiten. Dies ist noch ein längerer Prozess, der uns auch nächste Woche noch beschäfitgen wird. Wenn wir feritg sind, werden 300 Schulkinder, Marinesoldaten und Nationalparkmitarbeiter die Löcher mit Jungflanzen bestücken. Bei angenehm kühlem Klima ohne lästige Mosquitos war es eine wunderbare Arbeit, um den Restalkohol vom letzen Abend in der Bar auszuschwitzen. Die Bar hat doch tatsächlich ihr Sortiment erweitert. Neben dem Standard-Rum und Pilsener Grande, konnte nun auch Whiskey der erlesensten Qualität käuflich erworben werden. Es war mein erster Abend, an dem ich nicht schon um 20:00 im Bett lag. Langsam aber sicher werde ich den Dengue - Virus vollständig los. Das Gelage endete im immer kleiner werdenden Kreis um 3:00. Mein ursprünglicher Plan um 12 nach Hause zu gehen, um für den Frühstücks - Küchendienst fit zu sein, scheiterte an...ich bin mir nicht ganz sicher :-)
Die Köchin amüsierte sich köstlich, als ich um kurz nach 6 durch die Tür getorkelt kam.
wenn ich ehrlich bin, wundert es mich nicht, dass die Bar das Sortiment erweitert hat, seitdem du nun für ein paar Monate auf der Insel bist :)
AntwortenLöschenGruß,
Ruven
wie läuft das eigentlich mit dir und den ganzen frauen wenn ich mir bild 3 angucke...müssen die ne nummer ziehen oder wie behälst du da den überblick...
AntwortenLöschenAlso die Sortimentserweiterung ist nicht ausschliesslich auf mich zurueck zu fuehren! :-)
AntwortenLöschenDas Problem mit den Maedels habe ich mit dem Losverfahren geloest. Einfach und fair fuer jede ;-)
Und im Ernst...ich freu mich schon wieder auf meine Jungs in der Heimat und meine Maenner - WG!