Donnerstag, 1. April 2010

Saquisili - Tiermarkt













Am Donnerstag ging´s mit einigen Lerngruppen der Sprachschule und den Lehrern nach Saquisili. In diesem kleinen Andenstädtchen findet jeden Donnerstag Markt statt. Auf 8 Plazas werden Waren aller Art feilgeboten, wobei der Tiermarkt wohl den Höhepunkt darstellt.
Leicht unkonventionell werden Schweine, Schafe, Kühe und Lamas entweder an den Füßen zusammengebunden oder am Boden festgemacht (Bild 1).













Die kleineren Tiere, wie Hasen, Meerschweinchen und Vögel, die der Ernährung oder Zucht dienen, sind in Käfigen zu finden (Bild 2).
Aber auch junge Hunde und Katzen sind relativ günstig zu erwerben.












Meine Lehrerin Janet (Bild 3) ist immer gut gelaunt und hat stets ein Lächeln im Gesicht. Sie führte uns von Platz zu Platz und erklärte uns à la Praxis-Vokabeltraining Tiere, Gemüse, Obst und andere Waren.











Von Marktplatz 2 zu 3 überquerten wir eine Straße. An dem Transporter (Bild 4) hingen seitlich ca. 30 Hühner, kopfüber und an den Beinen zusammengebunden an dem Ladeflächenaufbau herunter. Hühner haben´s in Ecuador von allen Tieren am härtesten, mit ihnen wird besonders ruppig umgegangen.













Gegen 11 Uhr führte uns Janet in eine Alkoholverkaufsstätte (Bild 5). Nach einem kurzen Gespräch mit der Bedienung bekamen unsere Gruppe jeweils ein Gläschen Kokos- und Minzschnaps (wahrscheinlich auf Rumbasis) zum Probieren. Vorrätig waren die Getränke in Colaflaschen. Ungewöhnlich und verdächtig, aber beide schmeckten hervorragend. Danach gab es noch eine Probe aus der bauchigen Flasche hinter der roten Schüssel. Eine klare Flüssigkeit mit Lemonen und Zitronen drin. "Jeder nur einen gar winzgen Schlock!" Aber der reichte schon, um an die Decke zu gehen. Auf meine Frage, was das genau sei, sagte die Verkäuferin stolz, dass das ihre Medizin sei. Sie wisse nicht genau, wie viel Alkohol genau enthalten sei, aber auf jeden Fall über 80%. Die anderen wollten schon nach dem Riechen nicht mehr kosten und so mussten Janet und ich uns den Rest teilen. Natürlich nur aus Höflichkeit und Respekt vor traditioneller einheimischer Medizin ;-)














Leicht beduselt hab ich mir noch 2 Flaschen "Minz- und Kokosextrakt" abfüllen lassen. Von den gelben Kanistern jeweils ein Liter in die beiden Colaflaschen. Insgesamt $2.














Anschließend konnten wir slebst ein bißchen rumlaufen, ich brauchte ich erstmal watt in Maagen. Es gab herrlich schmeckende Maisfladen mit Ziegenkäse gefüllt (Bild 6). Dazu in Maismehl panierten Fisch.
Den Fisch hätte ich laut meiner Lehrerin als Tourist nicht unbedingt essen sollen, wahrscheinliche Magen- und Darmprobleme.
Naja, ich lebe noch, mir geht´s wunderbar -> Lag wohl an der prophylaktisch eingenommenen Medizin ;-)

2 Kommentare:

  1. Hey Mecci,
    gucke mir gerade mit Heinrich deinen neuen Bericht an ;) Die Meerschweinchen, die probierste aber nicht oder??

    Von dem Minz- und Kokosextrakt kann man(n) sicher leckere Cocktails machen :)

    Schön, dass du immer noch schreibst und uns an dem ineterssanten treiben teilhaben lässt.

    Heinrich fragt:" Wie sind den da die Einheimischen Mädels"? Du sollst ein paar "anwerben" er hat noch Platz in seiner Bude, zum arbeiten und so... ;) Gute Verdienst möglich"

    Zitat Ende ;)

    Liebe Grüße von den daheim gebliebenen. Das Wetter spielt hier auch langsam wieder mit. Wir konnten sogar schon einmal mit Pulli raus :P

    Grüße, Kati - André und King H

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  2. Hey, hey.

    Naja, einmal muss ich die Meerschweinchen testen!

    Sag Heinrich, dass die Frauen hier, nicht wie üblich gegen Kamele, sondern gegen Alpakas getauscht werden. Ab drei gesunden Tieren ist er dabei ;-)

    Den Minz- und Kokosliquer kann man sogar pur trinken...nach dem ersten schmeckt man den Alkohol gar nicht mehr raus...

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